Was überquert die Linie zuerst?
Regel 83 der IIHF- und NHL-Regelbücher 2026–27 beschreibt den Grundsatz: Angreifer dürfen nicht vor dem Puck in die Angriffszone gelangen. Entscheidend ist deren blaue Linie, nicht die rote Mittellinie und auch nicht der letzte Verteidiger wie in manchen anderen Sportarten.
Verfolge bei einem Zoneneintritt zuerst den Puck und dann die Kufen der Mitspieler des Puckführenden. Ein vorauseilender Kopf, eine Schulter oder ein Schläger entscheidet allein noch nicht über Abseits.
Der entscheidende Augenblick
Verglichen wird in dem Moment, in dem der Puck die maßgebliche Kante der blauen Linie vollständig zur Angriffszone hin überquert. Dabei zählt die Kufe. Hat eine Kufe die entsprechende senkrechte Ebene noch nicht überschritten, kann der Spieler weiterhin regelgerecht stehen; die Kufe muss dafür nicht immer das Eis berühren.
Stell dir einen Flügelspieler vor, der an der Linie wartet, während sein Mitspieler den Puck nach vorne bringt. Es geht um die Kufen in genau diesem Moment, nicht um den Eindruck eines beliebigen Fotos. Für den Puckführenden gibt es eine besondere Ausnahme zu Besitz und Kontrolle, die im Regelwerk erläutert wird.
Warum der Pfiff manchmal ausbleibt
Ein Linienrichter kann verzögertes Abseits mit erhobenem Arm anzeigen. Die Angreifer dürfen dann die Zone verlassen, ohne ins Spiel einzugreifen. Haben alle sie regelgerecht geräumt, dürfen sie wieder hinein. Wer währenddessen den Puck spielen will oder den Verteidiger unter Druck setzt, kann eine Unterbrechung auslösen.
Für dieses Räumen gelten eigene Anforderungen; die Erklärung der senkrechten Ebene beim Eintritt lässt sich nicht einfach übertragen. Zum Lernen kannst du einen vollständigen Zoneneintritt, das Signal und den Rückweg der Angreifer verfolgen. Diese Einführung behandelt nicht jede Ausnahme und nicht jedes Eishockey-Regelwerk.
